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Dienstag, 28. Juli 2015

Effekthascherei ist im Trend - Fotobearbeit auf dem Smartphone mit Snapseed

Wieder ein Angebot von Google. Und wieder ist es im Trend.
Die kostenlose Snapseed verspricht die eigenen Fotos im Handumdrehen zu optimieren und bietet eine mobile und professionelle Bildbearbeitung an. Per per Fingertipp können Nutzer/innen retuschieren, Perspektiven angepassen und nachbearbeiten. Die App kann im Unterricht durchaus zum Einsatz kommen, wenn Themen wie Werbung, Medienkritik und die optimierte Selbstdarstellung im Netz als Lernziel besprochen werden. Dies kann im Kunst-Unterricht, aber auch im Bereich von Ethik der Fall sein. Medienaffine Schüler/innen werden die App vielleicht kennen und bereits selbst nutzen. Das Erstellen von Foto mit dem sog. Vorher-/ Nachher-Effekt kann hier ein Ansatz zur Auseinandersetzung mit Bildbearbeitung in der Werbung, in den Nachricht und im alltäglichen Medien-Handeln (Stichwort Selfie) sein. 


Die App wird auch für Android-Geräte angeboten.

Montag, 6. Oktober 2014

Virtuelle Realität: Wie aus einem Pizzakarton eine Datenbrille wird



Wirkt als Foto komisch - mit einer Pappbrille und der App Cardbboard jedoch wird Virturelle Realität erlebbar.


Eine der Neuentdeckungen im Haus der Medienbildung sind Virtual-Reality-Brillen aus Pappe. Normalerweise kosten Datenbrillen, die es ermöglichen Virtual-Reality (VR) zu erleben, viele Tausend Euro. Eine dieser Brillen ist die sogenannte Oculus Rift. Derzeit ist diese VR-Brille nicht unter 700€ zu haben und damit für die medienpädagogische Arbeit kaum bis gar nicht verfügbar. Mittlerweile gibt es etliche Nachbauten, unter anderem von DoDoCase, einer us-amerikanischen Firma, die sich auf Hüllen für Tablets spezialisiert hat. Die Brille von DoDoCase könnten Interessierte derzeit für etwa 20 Euro erwerben und erhalten damit einen verblüffenden Einblick in die Welt der Virtuellen Realität. Eindrucksvoll wird auf diese Weise klar, welches Potential in der Technik steckt und welche bahnbrechenden Änderungen die VR-Technik für die Game- und Unterhaltungsindustrie mit sich bringen wird.     
In ersten Workshops nutzen die Medienpädagog/-innen im Haus der Medienbildung (HdM) in Ludwigshafen diese Pappbrillen und machen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit der Technik vertraut, um mit ihnen über die Chancen aber auch die Risiken zu diskutieren. Außerdem möchte das HdM auch Workshops anbieten, bei denen Jugendliche eigene Virtual-Reality-Welten erstellen und sogar eigene Brillen bauen können.
Der Bausatz beinhaltet eine Anleitung, entsprechende Linsen und die Garantie des Gelingens. Um im Klassenverband oder mit einer Jugendgruppe arbeiten zu können, hat Steffen Griesinger im Haus der Medienbildung eine kostengünstige und kreative Idee entwickelt und erprobt. Aus einem Pizzakarton entsteht ein stabiles Gehäuse, die nötigen Linsen konnten günstig bestellt werden und eine A3-Brillenbau-Kopiervorlage macht es möglich, ganze Gruppen mit VR-Brillen auszustatten.
Lediglich die Installation der Cardboard-App, die es im App-Store gibt, kann je nach Fabrikat des Smartphones zu Kompatibilitätsproblemen führen. Gute Erfahrungen haben wir bisher mit diesen Modellen gemacht: Google Nexus 4 und 5, Motorola Moto X, Samsung Galaxy S4 und S5, sowie Samsung Galaxy Nexus.
Auf mein mein-guckkasten.de stellt das Haus der Medienbildung in Kürze einen Bastelbogen bereit.